• Miriam Witteborg

III. DER ASPHALT COWBOY VON DORTMUND APLERBECK - Oder: Dieter Hallervorden ruft zurück..

"..da fing mich doch glatt so 'n Fräulein

mit einem langen Lasso ein. Sie zog mich zu sich nach Hause ins Ruhrpott-Kohlenhauptquartier. Und da sitz' ich nun 'rum und das ist gar nicht dumm, denn ein jeder kennt mich hier. Ich bin der Asphalt-Cowboy

von Dortmund-Aplerbeck! Hier fühl' ich mich zu Haus! Hier will ich nicht mehr weg! Zwischen Zechen und Hütten

und Taubenverein erstreckt sich die Prärie!"

(Text-Auszug aus dem Lied "Ich bin der Asphalt-Cowboy von Dortmund - Aplerbeck" von Dieter Hallervorden // Autor: Gunter Gabriel)



Im Beamtendeutsch trägt das Dorf meiner Jugend (das von Didi Hallervorden besungene Aplerbeck) die eher weniger romantische Bezeichnung 'Statistischer Bezirk 41' und ist am südöstlichen Rande der ehemaligen Hansestadt Dortmund gelegen. Dortmund wiederum ist mit seinen 280,71 Quadratkilometern sowohl flächenmäßig als auch von den Einwohnerzahlen her (in etwa 588.250) die größte Stadt des wunderschönen Ruhrgebiets, welches wiederum im Bundesland Nordrhein-Westfalen zu finden ist.

Die Chancen, dass die Bewohner der Metropole Ruhr schon einmal von Aplerbeck gehört haben stehen (aus verschiedenen Gründen) nicht allzu schlecht und wurden bereits HIER im Blog näher erläutert.

Es gibt jedoch noch (mindestens) einen weiteren Auslöser, warum Aplerbeck auch Auswärtigen bekannt seien könnte und sich aufgrund dessen sogar durch die Ohren des gesamten Landes wurmte. Hatte sich doch ein ganz besonderer Künstler im Jahr 1979 (ein paar Jahre vor meinem eigenen Erscheinen auf dieser Welt) einmal eingehender (ganze 182 Sekunden lang) mit besagtem statistischen Bezirk 41 (oder zumindest mit einer der damals 21.781 Einwohnerinnen) beschäftigt und ihn so in den Annalen der Musikgeschichte und vor allem in meiner ganz persönlichen Hit-Liste verewigt. 


Am besten wird sich nun (je nach Uhrzeit und persönlichen Vorlieben) ein kühles Bier (als Dortmunderin würde ich an dieser Stelle, auch wenn ich selbst kein Bier trinke, die vor Ort gebrauten Sorten DAB, Felskrone, Kronen, Freigraf, Hansa, Hövels, Stades, Wenkers, Stifts, Andreas, Wicküler, Thier, Adam, Brinkhoff’s, Ritter, Union oder Bergmann empfehlen) aufgemacht, auf dem Sofa oder im Liegestuhl entspannt zurück gelehnt und dieser wunderbare Song in Gänze und voller Lautstärke genossen - so viel Zeit muss sein:


℗ 1979 Koch/Universal Music / Produzent: Hans Georg Moslener / Komponist: Frank Baum / Autor: Gunter Gabriel / Erscheinungsdatum: 1979 / Format: Vinyl

..auf Vinyl leider vergriffen..



An dieser Stelle sei noch eine kleine, mein glühendes Kohleherz berührende Anekdote hinzugefügt:

In den aktuellen Zeiten des verwirrenden Datenschutzes und der virtuellen Eigentumsrechte (welche vor allem einen Blogger-Neuling wie mich minimal verunsichern können) bin ich vor Veröffentlichung dieses Beitrags auf Nummer sicher gegangen und habe Herrn Hallervordern angeschrieben - und zwar bat ich um Erlaubnis, seinen Song sowie das obige Bild in meinem Blog verwenden zu dürfen. Ehrlich gesagt hatte ich mit einer Rückmeldung jedoch nicht wirklich gerechnet..

Doch manchmal kommt es anders: Gestern, als ich auf die wie fast immer verspätete S-Bahn wartete, klingelte mein Telefon und eine mir (sehr wohl durch das Fernsehen) vertraute Stimme mit unverkennbaren Timbre sagte mir zu, dass ich sein Werk für diesen Beitrag verwenden könne ("selbstverständlich kostenfrei") und wünschte mir zudem eine wunderbare Weihnachtszeit. Wie nett ist das denn - ich hab mich so gefreut, dass ich fast ins Gleisbett gefallen wäre..

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Didi, und natürlich auch allen wohlgesonnenen Lesern dieses Blogs schöne, gesunde und plätzchenreiche Tage!


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EdiT - Oder: Notwendiger Nachtrag


Im Rahmen meiner Recherchen fiel mir dann sogar noch ein weiteres Werk in die Hände, in welchem ein (nicht unbekannter) deutscher Musiker mit markanter Mundart den statistischen Bezirk 41 besungen hat. Kurioserweise handelt auch dieser von Cowboys.. 

Ich habe da so meine Theorien entwickelt: Es könnte ja daran liegen, das Dortmund in WEST-Deutschland zu verorten ist und Aplerbeck wiederum (zumindest noch bis 1993) in 'Dortmund-WEST 4600' zu finden war und daher als deutsches Pendant zum amerikanischem Wild-Wild-WEST betrachtet wurde.

Ich erinnere mich zwar weder an Cowboy-Hüte (wenn, dann doch eher an Steiger-Helme), geprägte Lederstiefel oder Texas-Krawatten, noch an in-der-grellen-Sommersonne-umherwehende Dornenbüsche auf staubigem Boden oder flirrendem Asphalt (auch wenn ich davon neulich einmal geträumt habe) - aber vielleicht ist das ja eine Epoche Aplerbecks, die aus den Erinnerungen und Geschichtsbüchern verschwunden ist.


PS. Für des Rätsels Lösung, um welchen Künstler und welchen Song es sich denn im 'notwendigen Nachtrag' handelt - einfach diesem Link HIER folgen.


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Verwendete Quellen: Literatur, Websites & Co:



https://www.facebook.com/DieterHallervordenOffizielleSeite/photos/a.200457763474282/339928436193880/?type=3&theater (abgerufen am 20.11.2019)



https://www.golyr.de/dieter-hallervorden/songtext-ich-bin-der-asphalt-cowboy-von-dortmund-aplerbeck-597630.html (abgerufen am 16.11.2019)



http://www.udo-lindenberg.de/cowboy.57793.htm (abgerufen am 10.12.2019)



https://youtu.be/zqMi569f-9o (abgerufen am 16.11.2019)





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